Nachhaltigkeit

Ärzte sind unzufrieden mit der Gesundheitspolitik

© coliquio

Einer Umfrage des Internetportals coliquio zufolge sehen Ärzte bei einer vertragsärztlichen Versorgung die größten Herausforderungen in „Patientenansprüchen“ (23 Prozent der Befragten), „Wirtschaftlichkeit“ (23 Prozent) und in den „Regulatorischen Rahmenbedingungen“ (19 Prozent).

Herausforderungen Vertragsärzte

© coliquio

Ärzteverbände und die Allianz Deutscher Ärzteverbände zählen vor allem den Erhalt der Freiberuflichkeit, die Gebührenordnung sowie eine zunehmende Bürokratisierung zu den kritischen Themen in der Gesundheitspolitik.

Im Dezember 2014, über ein Jahr nach der letzten Bundestagswahl, befragte coliquio, Deutschlands größtes Ärzteportal, über 900 Ärzte aller Fachrichtungen im Hinblick auf ihre Zufriedenheit mit der Arbeit der Bundesregierung. Das Ergebnis des Online-Stimmungsbarometers ist eindeutig: Die Mediziner sind mit der Gesundheitspolitik eher unzufrieden. 53 Prozent gaben an „überhaupt nicht zufrieden“ oder nur zu 20 Prozent zufrieden zu sein. Der Mittelwert liegt bei einer Zufriedenheit von 29 Prozent. Als „sehr zufrieden“ bezeichneten sich gerade einmal vier Prozent der Befragten.

Im Vergleich zur coliquio-Umfrage von 2012 zeigt das Ergebnis damit jedoch einen leichten Aufwärtstrend. 2012 gaben sogar 57 Prozent der befragten Ärzte an „wenig zufrieden“ oder „überhaupt nicht zufrieden“ zu sein. Der Durchschnittswert lag hier bei einer Zufriedenheit von nur 23 Prozent.

Auch die Arbeit des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), des höchsten Entscheidungsgremiums der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen, überzeugte nicht wirklich. Hier liegt der Mittelwert bei 33 Prozent im Vergleich zu 31 Prozent in 2012. Der G–BA erstellt unter anderem die Leistungskataloge der gesetzlichen Krankenversicherung. Er entscheidet darüber, welche Behandlungsformen die Solidargemeinschaft trägt und welche der Patient selbst bezahlen muss.

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