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Ärzte und Ärzteverbände bei Twitter: Dr. med. Follow me!

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©iStock.com/Tuomas Kujansuu

Der Begriff Health 2.0 beschreibt den Wandel im Gesundheitswesen. In Anlehnung an Web 2.0 wird so beschrieben, wenn User selbst aktiv Inhalte einstellen und gestalten. Health 2.0 umfasst dabei die Akteure im Gesundheitswesen, die sich innerhalb ihrer Gruppen oder über Gruppen hinweg austauschen. Nachdem PharmaBarometer bereits die Twitter-Nutzung von Pharmaunternehmen beleuchtete (Ausgabe 1/2011), widmen wir uns nun den Ärzten. Wer unter den Ärzten schreibt, also twittert welche Inhalte an welche Zielgruppe, also an welche Follower?

Bei Twitter finden sich gerade Ärzte mit einer Affinität zum Thema Kommunikation, die, so ein Beispiel, als „medical doctor, expert for all medical questions, passionately writing books“ auftreten. Den vergleichsweise wenigen bei Twitter aktiven Ärzten kommt in gewisser Weise auch der Anspruch auf Meinungsbildung zu. Sie verweisen auf aktuellen Artikel und werden so zu Multiplikatoren, geben mitunter ihre auf 140 Zeichen komprimierte Meinung zu aktuellen Themen ab, linken zu Forschungsergebnissen. Der kommunikative Unterschied zu Online-Netzwerken und Gesundheitsplattformen besteht gerade in der Kürze der Twitter-Nachrichten. Der große Vorteil des Mediums ist sicher seine „Live-haftigkeit“, von der bei Diskussionsrunden, Kongressen und anderen Veranstaltungen die Empfänger der Kurznachrichten profitieren. Und diese können den Live-Bericht wieder weiter versenden.

Aktiv sind nicht nur einzelne Ärzte, sondern auch ihre Verbände: Die Bundesärztekammer unterhält neben einem Youtube-Channel mit Videos von Veranstaltungen auch ihren Kanal bei Twitter. Alle Interessenten können aktuelle Informationen der Bundesärztekammer live mitverfolgen. Es finden sich Interna, aber auch Kurznachrichten, die auf aktuelle Artikel verweisen und so etwa Stellungnahmen der Bundesärztekammer verbreiten. Ein Beispiel vom 02.11.2011: „Montgomery zu GKV-Versorgungsstrukturgesetz: Richtiger Ansatz, aber Mängel bei Ausgestaltung, in Rheinische Ärzteblatt“ Aktiv geworden ist die Bundesärztekammer im Frühjahr 2011 und hat mittlerweile 352 Follower (Stand vom 08.11.2011). Der Kanal der Bundesärztekammer: http://twitter.com/BAEKaktuell.

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