Innovation

Neue Analyse bestätigte: OFEV bremst den Krankheitsverlauf der IPF und reduziert das Risiko für akute Exazerbationen

Boehringer Ingelheim
Abbildung: Boehringer Ingelheim

Die Diagnose idiopathische Lungenfibrose (IPF) verändert das Leben. Zeit bekommt einen neuen Stellenwert für die Betroffenen. Die meisten möchten noch besondere Lebensmomente mit der Familie teilen oder Reisen unternehmen.3 Ein wichtiges, für die Patienten relevantes Ziel der Behandlung ist daher, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten oder zu verhindern.

Eine Behandlung mit OFEV® konnte nicht nur den Krankheitsverlauf signifikant um etwa die Hälfte bremsen; sondern auch das Risiko für akute Exazerbationen um 47 % signifikant reduzieren (HR 0,53; 95 %- KI = 0,34–0,83; p = 0,0047).1 Dies berichtete PD Dr. Claus Neurohr, Standortleiter – Campus Großhadern, Medizinische Klinik und Poliklinik V, Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität auf dem 57. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) in Leipzig. Basis der Analyse waren die gepoolten Studiendaten der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie TOMORROW und der beiden Phase-III-Studien INPULSIS®-1 und -2.1

„Akute IPF-Exazerbationen sind für die Patienten sehr schwerwiegend und nicht zu vergleichen mit COPD-Exazerbationen. Etwa 50 % der Patienten versterben innerhalb von 3 Monaten und etwa 80 bis 90 % innerhalb von 12 Monaten nach einer akuten Exazerbation. Diese zu vermeiden ist daher ein vorrangiges therapeutisches Ziel“, bekräftigte Neurohr.

In den INPULSIS®-Studien wurden die von den Prüfärzten berichteten akuten Exazerbationen zusätzlich von einem unabhängigen Expertengremium beurteilt (adjudiziert), um Fehldiagnosen auszuschließen. OFEV® konnte das Risiko für so bestätigte akute Exazerbationen in den INPULSIS®-Studien sogar um 68 % signifikant senken.4 Dies ist ein Therapieeffekt, den bislang nur OFEV® in klinischen Studien gezeigt hat.

„Die Analyse der gepoolten TOMORROW und INPULSIS®-Studien zeigte ebenfalls, dass Nintedanib den jährlichen FVC-Verlust gegenüber Placebo signifikant um etwa die Hälfte reduziert. Damit erfüllt Nintedanib gleich zwei wichtige patientenrelevante Therapieziele: Die Verlangsamung der Krankheitsprogression und die Reduzierung des Exazerbationsrisikos“, so PD Dr. Dirk Koschel, Chefarzt für Innere Medizin/Pneumologie, Zentrum für Pneumologie, Allergologie, Beatmungsmedizin, Thorax- und Gefäßchirurgie am Fachkrankenhaus in Coswig.

Die gepoolte Analyse wies außerdem auf einen Trend zur Mortalitätsreduktion hin. So war die Gesamtmortalität, definiert als Tod während des Studienzeitraums über 52 Wochen, numerisch um 30 % reduziert (HR 0,70; 95 %-KI 0,46–1,08; p = 0,0954).1 Während der Zeit unter Behandlung mit OFEV® hatten die Patienten im Vergleich zu Placebo ein 43 % vermindertes Risiko zu versterben (on-treatment mortality; HR 0,57; 95 % KI 0,34–0,97; p=0,0274).1 Auch die Sterblichkeit aufgrund von Exazerbationen oder anderen respiratorischen Ereignissen war unter Nintedanib im Vergleich zu Placebo numerisch um 38 % reduziert (respiratory mortality; HR 0,62; 95 %-KI 0,37–1,06; p = 0,0779).1 Diese potenziellen Effekte auf die Mortalität sind möglicher Ausdruck der unter OFEV® verlangsamten Krankheitsprogression.

„Seit etwa einem Jahr steht OFEV® zur Behandlung von IPF-Patienten aller Krankheitsstadien zur Verfügung. Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit werden allerdings fortlaufend in weiteren Studien erhoben“, berichtete PD Dr. med. Dirk Koschel.

Eine Zwischenanalyse der Folgestudie INPULSIS®-ON bestätigte über einen Zeitraum von 2 Jahren das bisherige Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil von OFEV®. Die gebremste FVC-Abnahme setzte sich im zweiten Behandlungsjahr fort. Das heißt, IPF-Patienten können anhaltend von einer Behandlung mit OFEV® über einen längeren Zeitraum profitieren.

In der offenen Folgestudie hatte OFEV® eine konsistent positive Wirkung auf die FVC-Abnahme. Sie betrug in der INPULSIS®-ON-Studie durchschnittlich 87 ml/11 Monate im Vergleich zu durchschnittlich 89 ml/12 Monate in den INPULSIS®-Studien (gepoolte Daten).2

„Wir sind zuversichtlich, dass wir mit zunehmender Behandlungserfahrung die Erfolgsgeschichte von OFEV® weiter fortschreiben können“, sagt Dr. Thor Voigt, Medical Director Deutschland, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH und Co. KG. „Wir setzen uns dafür ein, dass mehr IPF-Patienten wichtige Lebensmomente mit ihren Angehörigen und Freunden verbringen können.“

Referenzen

  1. Richeldi L, Cottin V, du Bois RM, et al. Nintedanib in patients with idiopathic pulmonary fibrosis: combined evidence from the TOMORROW and INPULSIS® trials. Respir Med 2016;http://dx.doi.org/10.1016/j.rmed.2016.02.001.
  2. Crestani B, Ogura T, Pelling K, et al. Interim analysis of nintedanib in an open-label extension of the INPULSIS® trials (INPULSIS®-ON). European Respiratory Society International Congress. Abstract 2015.
  3. Boehringer Ingelheim. “When I think of IPF, I think of…” Global Patient Poll. 2015. Daten liegen vor.
  4. Richeldi L, du Bois RM, Raghu G, et al. Efficacy and safety of nintedanib in idiopathic pulmonary fibrosis. N Engl J Med 2014;370(22):2071–82.

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