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Maternus-Kliniken AG / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Prognose MATERNUS-Kliniken AG plant für 2026 weiteres Umsatzwachstum und Ergebnisverbesserungen – Geschäftsjahr 2025 noch von Einmaleffekten belastet 30.04.2026 / 09:30 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. MATERNUS-Kliniken AG plant für 2026 weiteres Umsatzwachstum und Ergebnisverbesserungen – Geschäftsjahr 2025 noch von Einmaleffekten belastet Berlin, den 30. April 2026 – Im Geschäftsjahr 2025 hat die MATERNUS-Kliniken AG (nachfolgend: MATERNUS) ihre Konzernumsatzerlöse dank erfolgreich geführter Pflegesatzverhandlungen auf 118,0 Mio. € (Vorjahr: 114,0 Mio. €) gesteigert. Damit blieb die Entwicklung jedoch hinter dem Ziel zurück, Umsatzerlöse von mindestens 131,2 Mio. € zu erreichen. Grund hierfür ist, dass in beiden Segmenten die Auslastungsentwicklung nicht den Erwartungen entsprach. Die konzernweite Auslastung verbesserte sich auf 82,1 Prozent (Vorjahr: 77,8 Prozent). Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen sind die Umsatzerlöse durch erhöhte Pflegesätze auf 91,3 Mio. € (Vorjahr: 88,2 Mio. €) gestiegen. Dabei belief sich die durchschnittliche Auslastung auf 84,9 Prozent (Vorjahr: 79,2 Prozent). An mehreren Standorten musste die Kapazität reduziert werden, um erforderliche Anpassungen an die gesetzlich geforderte Einzelzimmerquote vorzunehmen. Im Segment Rehabilitation wuchsen die Umsatzerlöse auf 24,8 Mio. € (Vorjahr: 23,8 Mio. €). Die Auslastungsquote betrug unverändert 73,2 Prozent. Die geplante Erhöhung der Belegung wurde auch durch den nicht gedeckten Bedarf an Fachkräften verhindert. Auch wenn im Geschäftsjahr 2025 die Instrumente zur Gewinnung von Personal weiter verbessert wurden und damit auch der Einsatz von Fremdpersonal verringert werden konnte, mangelt es MATERNUS an Fachkräften. Der gesunkene Einsatz vom Fremdpersonal hat kostenseitig im Materialaufwand zu einer Reduktion um 1 Mio. € auf 14,2 Mio. € geführt. Der Personalaufwand legte dagegen aufgrund gesetzlich vorgeschriebener Lohnsteigerungen um 6,5 Mio. € auf 80,8 Mio. € zu. Einmalige Aufwendungen für Rückstellungen für die Schließungen der Bayerwaldklinik Cham sowie einzelner Angebote im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen, hatten gemeinsam mit IFRS 16 Anpassungen eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 3,1 Mio. € auf 26,7 Mio. € zur Folge. Entsprechend konnte MATERNUS ergebnisseitig ebenfalls nicht die Prognose erreichen. Das Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern) verringerte sich auf 3,9 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio. €; Prognose: moderat darüber liegender Wert). Unterm Strich verblieb ein EAT (Konzernergebnis nach Steuern und Ergebnisanteil anderer) von -13,9 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: -13,2 Mio. €). Vorstand plant für 2026 ein leichtes Konzernumsatzwachstum und eine Verbesserung des Konzern-EBITDA – Standortschließungen wirken sich erst 2027 vollumfänglich liquiditätsverbessernd aus In 2025 ist MATERNUS hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben, es wurde aber die Weichenstellungen für zukünftige Verbesserungen eingeleitet. Wie zu Jahresbeginn 2026 vermeldet, richtet MATERNUS den Fokus auf die Schließung defizitärer Standorte. Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen hat der ambulante Pflegedienst Eifel in Pelm zu Ende März 2026 seinen Betrieb eingestellt. Die verlustbringende Versorgung fremder Wohngruppen in Köln wird per Ende April 2026 beendet. Das Seniorencentrum „Unter der Homburg“ in Stadtoldendorf wird gemäß auslaufendem Unternehmenspachtvertrag per Ende Juni 2026 an den Eigentümer bzw. auf einem von diesen zu benennenden Betreiber zurückgegeben bzw. übertragen. Im Segment Rehabilitation wird der Betrieb der Bayerwald-Klinik in Cham zu Ende April 2026 eingestellt. Durch die Schließung dieser Standorte bzw. Angebote erwartet der Vorstand eine Liquiditätsverbesserung von rund 4 Mio. € pro Jahr, die sich für 2026 zeitanteilig und 2027 vollumfänglich realisieren sollte. Für das Geschäftsjahr 2026 plant der Vorstand eine leichte Erhöhung der Konzernumsatzerlöse auf ca. 118,8 Mio. € sowie ein über dem Geschäftsjahr 2025 liegendes Konzern-EBITDA von rund 10,4 Mio. €. Diese Ergebnisverbesserung erreicht MATERNUS über die mit den Standortschließungen verbundenen verringerten Personalkosten, welche im Jahr 2026 voraussichtlich auf 73 Mio. € sinken. Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen soll neben weiteren Entgeltverhandlungen der Einsatz von Fremdpersonal zur Erfüllung der Personalvorgaben weiter reduziert, zumindest jedoch auf dem derzeit niedrigen Stand gesichert werden. In Verbindung mit der Gewinnung weiterer Fachkräfte wird eine Verbesserung der Auslastung in den Einrichtungen angestrebt. Die Segmenterlöse sollen auf 93,8 Mio. € zulegen. Im Segment Rehabilitation, das ab Mai 2026 nur noch aus der Klinik Bad Oeynhausen besteht, plant der Vorstand ebenfalls eine Verbesserung der Auslastung und weitere Vergütungsverhandlungen. Hier rechnet der Vorstand mit auf dem Vorjahresniveau liegenden Segmenterlösen von 24,8 Mio. €. Ferner soll das Leistungsangebot durch die Einführung einer Begleittierstation erweitert werden. Der Geschäftsbericht und der Jahresabschluss 2025 der MATERNUS-Kliniken AG sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://www.maternus.de/investoren/berichte-publikationen veröffentlicht.
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