Führung

Leadership beginnt mit der Führung des eigenen Selbst – Führen im Zen-Geist (Teil 2)

Führung
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Die drei Regeln werden besonders relevant, wenn wir das Verständnis finden, dass das Wesen der Führung das Erkennen, Entdecken und Identifizieren des eigenen wahren Selbst ist. Führung impliziert eine proaktive und kreative Einstellung. Doch meistens wird reaktiv geführt. Warum ist da so? Normalerweise identifizieren wir uns selbst mit unserem Körper, unserem Geist und unseren Emotionen – dies ist eine sehr begrenzte Sicht oder psychologisch ausgedrückt: dies ist unsere Ego-Identität. Wie können wir dies ändern? Das Zen-Training basierend auf den 10 Toren (Zen-Meditation, Koan-Schulung, Achtsamkeitsübungen, Körperliche Betätigung, Zugang zu Kunst und Kultur, Zen-Studium usw.) ist ein Weg, der uns das Tor zum „inneren Raum“, zum „inneren Selbst“ öffnet und dies führt zu einem proaktiven und kreativen Selbst. Er öffnet uns das Tor zur tiefen Entspannung, zur Klarheit und Konzentration, zur Freude und Kraft und somit zum Erkennen und Durchschauen des Egos. Jeder Mensch ist Besitzer und Verwalter oder Beobachter und Experimentierer seines Körpers, Geistes und Emotionen. Die simple Metapher eines Stuhles, welcher den eigenen Körper, Geist und die Gefühlsdynamik repräsentiert, kann dies treffend erklären. So lange ich im Stuhl sitze (sich identifizierend mit Körper, Geist und Emotion), kann ich weder den ganzen Stuhl beobachten, untersuchen noch kann ich ihn „managen“. Ich muss aus ihm raus – ich muss aufstehen. Dafür muss ich zuerst akzeptieren, dass ich der Stuhl nicht bin. Im Augenblick, in dem ich dies akzeptiere, kann ich aufstehen und ich kann den Stuhl „bearbeiten“, „bewegen“ und ihn „führen“, wie ich es für richtig halte. Ich werde dadurch zum Meister, zum Leader des Stuhl. Dies befähigt mich, mich auf die Entwicklung der funktionierenden Dimensionen des Selbst zu konzentrieren – nämlich den Körper gesund und kraftvoll zu halten, den Geist zu öffnen und negative Emotionen zu verhindern. Effektives Leadership ist weder einfach ein Persönlichkeitsmerkmal, eine Strategie oder Taktik noch ein Packet voller Kompetenzen. Es ist eine transformativer Art und Weise zu Denken, Fühlen und Funktionieren – eine Art zu Leben, eine Art zu Sein. Sie können nicht etwas führen, mit dem Sie sich selbst identifizieren. Das Paradoxe ist das Loslassen – nicht Rückzug, Flucht oder Gleichgültigkeit – gepaart mit Involviert Sein – nicht Abhängigkeit – oder in anderen Worten, angemessenes Committment, welches Sie zum Meister der Führung befähigt. Leadership geschieht dann!

Im dritten Teil werden die 10 Tore des Zen-Trainings zum Zen-Leader detailliert vorgestellt.

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