Führung

Business Case zum Thema: Leadership mit Loyalität

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Loyalität ist eine Tugend, die in unserer heutigen Zeit an Wert verloren hat.

Mit dem folgenden Business Case eines mittelständischen Technologieunternehmens lade ich Sie ein, sich aktiv einzubringen und sich mit mir auszutauschen. Folgender Fall ereignete sich in den USA.

Vor ein paar Jahren war Bob Head of Finance für ein mittelständisches Technologieunternehmen, das Hunderte von Millionen Dollar Umsatz schrieb. Als Tochterfirma einer riesigen Holdingstruktur bietet dieses Unternehmen vielen großen Kunden high-level Dienstleistungen im Bereich Transaktionsprocessing an. Eines Tages kam der Chef-Programmierer zu Bob und teilte ihm folgendes Problem mit. Er hätte gerade festgestellt, dass aufgrund eines Programmierfehlers versehentlich mehrere Kunden in den letzten 18 Monaten zu hoch belastet wurden. Gesamthaft waren es 10 Millionen US-Dollar. Bob fragte, wer von diesem Problem alles wüsste. Er sagte, nur Bob und er wüssten etwas darüber und er schwöre darüber zu schweigen. Bob wusste, dass die Firma nicht 10 Millionen US-Dollar Reserven hatte. Er ging zuerst zum CEO der Firma um abzuklären, was zu tun sei. Bob schlug vor, den Fehler den Kunden mitzuteilen und Rückzahlungen anzuweisen. Der CEO lehnte diese Vorgehensweise ab und insistierte darauf, den CEO der Holding zu informieren. Nachdem der CEO informierte wurde, entschied er vorerst, nichts zu tun. Er wollte abwarten, ob eine Kunde den Fehler entdeckt. Er wollte das Geld nicht zurückbezahlen, wenn er nicht wirklich musste. Bob argumentierte aber, dass die Firma den Fehler zugeben sollte und den Betrag zurückzahlen sollte. Der Vorschlag wurde aber abgelehnt.

Was würden Sie an Bobs Stelle tun? Würden Sie den Auftrag des CEO befolgen? Würden Sie die Konsequenzen ziehen?

Was hat Bob getan in unserem Life Case:

Bob hat den Chefprogrammierer zu sich gerufen und ihn gebeten ein neues Programm zu schreiben. Das Programm solle den betroffenen Kunden – bis zu der Summe des zu viel belasteten Betrages plus Zinsen – über die nächsten 18 Monate weniger fakturieren. Der Chefprogrammierer versprach Verschwiegenheit – niemand sollte darüber informiert werden. Bob wartete wissend, dass es herauskommen könnte – aber er tat, was er für richtig hielt. Niemand fand es heraus und der Chefprogrammierer änderte nach 18 Monaten das Programm. Und wie es kommen kann, Bob wurde der nächste CEO.

Wie empfinden Sie den Ansatz von Bob? Ist dies nachahmungswert, elegant oder gar genial? Welche Abhängigkeit besteht jetzt zwischen Bob und dem Chefprogrammierer? Gäbe es ganz andere Lösungsmöglichkeiten?

Schreiben Sie mir Ihre Gedanken, Lösungsansätze, Kommentare oder gar eigene Erfahrungen, die Sie gemacht haben, an: info@imakoko.de. Besten Dank, Ihr André Daiyû Steiner

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